Mit Schweiss-Know how zu verlässlich längeren Standzeiten
Unser Schweiss-Know-how:
- Eigene Rezepturenentwicklung
- Eigene Produktionseinrichtungen
- Verschleisskonforme Qualitätsprüfung
- Weltweiter Erfahrungsaustausch
- Beratung für schwierige Auftragschweissprobleme
- Verfahrensentwicklung
1. Richtige Durchführung der Auftragschweissung:
Drei Überlegungen sind anzustellen, um eine Hartauftragschweissung erfolgreich durchzuführen. Es sind dies:
- Überprüfung der Schweissbarkeit des Grundwerkstoffes.
- Richtige Auswahl des VAUTID Auftragschweisswerkstoffes.
- Auswahl des richtigen Schweissverfahrens
Überprüfung der Schweissbarkeit des Grundwerkstoffes:
Allgemein gilt:
- Unlegierte Stähle/Stahlguss-Sorten bis 0,3 %C (magnetisch, weich):
Ohne besondere Vorkehrungen schweißbar! - Legierte Stähle und Stähle über 0,5% C (magnetisch, hart):
Schlecht schweißgeeignet, da rissempfindlich! Hartauftragschweißen ist jedoch möglich bei vorhergehender Erwärmung des Werkstückes auf ca. 200 bis 300°C oder über die vorherige Aufbringung von VAUTID-Pufferschichten. - Manganhartstahlguss und Manganhartstahl (unmagnetisch):
Kalt schweißen, mit Wasser oder Luft kühlen. Bei schwierigen Anwendungen empfiehlt sich, eine vorhergehende Pufferlage mit VAUTID 18/8/6 vorzuschweißen. - Grauguss und Sphäroguss (magnetisch, weich, schwarz abfärbend):
Sehr schlecht schweißgeeignet, da rissempfindlich. Hartauftragschweißen ist jedoch möglich bei vorhergehender Aufbringung von VAUTID-Pufferschichten. - Hartguss (magnetisch, hart):
Sehr schlecht schweißgeeignet, wegen Rissgefahr! Bei entsprechender Einbringung der Schweißstreckenenergie kann jedoch unter bestimmten Bedingungen auch hier ein Hartauftragschweißen erfolgen. - Austenitischer Stahl und Stahlguss wie Rostfreistähle und hitzebeständige Stähle (unmagnetisch oder nur schwach magnetisch, rostfrei):
Ohne besondere Vorkehrungen schweissbar!
Die Schweissbarkeit kann auch durch die Verwendung der Stabelektrode VAUTID 18/8/6 überprüft werden, und zwar dadurch, dass an einer Stelle ermittelt wird, ob durch die Auftragschweissung der Grundkörper aufhärtet, was durch den Feilentest feststellbar ist. Aufhärtung bedeutet schlechte Schweisseignung.
Vor Durchführung der Hartauftragschweissung auf einem geeigneten Grundkörper muss dieser in der aufzuschweissenden Fläche von vorhandenen Verunreinigungen, wie Schmutz und Rost, mit einer Schleifscheibe gereinigt werden. Dabei ist auch darauf zu achten, dass der Grundkörper keine Risse enthält.
2. Welches Schweissverfahren ist zu verwenden?
Umhüllte Stabelektroden und Fülldrähte haben charakteristische Vorteile und Nachteile.
Der große Vorteil der Stabelektrode ist ihre leichte Verarbeitbarkeit in fast allen Schweisssituationen und unter Verwendung kleiner Schweissstromquellen.
Der Nachteil ist eine relativ geringe Abschmelzleistung zwischen ca. 1 und 2 kg/h. Dagegen haben Fülldrähte deutlich höhere Abschmelzleistungen von ca. 5-15 kg/h, können aber in der Regel nur in Wannenlage und unter Einsatz sehr viel größerer Schweissanlagen benutzt werden.
Bezüglich der Auswahl der Schweissstromquellen ist anzumerken:
Elektrodenhandschweissen:
Die zum Elektrodenhandschweissen üblichen Stromquellen mit fallender Kennlinien-Charakteristik sind gut geeignet, soweit diese eine dauernde Belastung von mindestens 200 A ermöglichen. Alle VAUTID-Elektroden sind Gleich- oder Wechselstrom schweissbar, wobei bei der Gleichstromschweissung der +Pol gewählt werden sollte.
Fülldrahtschweissen:
Für VAUTID-Fülldrähte kommen die gebräuchlichen MIG/MAG-Schweissanlagen in Betracht, sofern der Drahtvorschub mit mindestens 4 angetriebenen Rollen erfolgt. Diese dürfen den Fülldraht nicht deformieren, was sowohl hinsichtlich des Rollenanpressdruckes zu beachten ist, wie auch hinsichtlich der Wahl glatter oder gerändelter Vorschubrollen. Alle VAUTID-Fülldrähte werden am Plus-Pol - d. h. mit Gleichstrom - geschweisst. Die Stromquelle sollte mindestens 26V/350A dauerbelastbar sein. Den einzelnen Kenndatenblättern ist zu entnehmen, ob Schutzgas erforderlich oder ob Eignung zum Schweissen mit offenem Lichtbogen besteht; d. h. Schweissen ohne Schutzgas. Die meisten VAUTID-Fülldrähte sind zum Schweissen ohne Schutzgas konzipiert.
3. Das richtige Vorgehen beim Hartauftragschweissen:
Folgende Fragen müssen vor der Durchführung einer Hartpanzerung beantwortet werden.
- Um welchen Grundwerkstoff handelt es sich?
- Welche Verschleissbeanspruchung liegt vor, welcher VAUTID-Auftragschweisswerkstoff kann gewählt werden?
- Welches Schweissverfahren soll eingesetzt werden?


